Moderne Ritterlichkeit: Wie der „Orden des Lorbeerkranzes“ ein verloren geglaubtes Spiel retten will

Glauben wir den Worten des Reddit-User Paulicus1, so ist For Honor eines der schlimmsten Spiele, das jemals in Programmiercode niedergeschrieben wurde:

„I’m so fucking sick of this garbage piece-of-shit game. I must’ve played over a dozen matches tonight and every single one was either laggy, a one-sided shitfest, or disconnected halfway through. What the fuck are you doing, Ubisoft? This is fucking ridiculous – ESPECIALLY from a triple-A developer. You should be fucking ashamed. I was happy when I saw the game had „skill based“ matchmaking, too bad it turned out to be a load of shit.

I’m fucking done. This game is nothing but frustration (because it could be so much more!), and playing the same few game modes over and over is frankly boring at this point. Fuck this, fuck ubisoft, fucking everything about this game.“

Paulicus1 gehört zu den etwa 300 Abonnenten des Subreddits “For Honor Rants”, die ihrem Frust über For Honor regelmäßig in seitenlange Schimpftiraden Luft machen. Weitaus mehr Spieler beschweren sich unentwegt im offiziellen Forum, während der wöchentlichen Entwickler-Livestreams oder schlicht im Ingame Chat. Der Umgangston der Community ist selbst im Vergleich zu anderen Multiplayer-Spielen außergewöhnlich harsch und auch aus positiven Beiträgen und Wortmeldungen liest sich immer wieder eine gewisse Skepsis der jeweiligen Autoren heraus, die ihrem eigenen Optimismus nicht so recht trauen wollen.

for honor rants
Ein Blick in das Subreddit „For Honor Rants“

Als For Honor auf der amerikanischen Spielemesse E3 2015 angekündigt wurde, war von dieser Skepsis freilich noch nichts zu spüren: Ubisoft präsentierte ein Spiel, das den knallharten, aber taktischen Kampf zwischen Wikingern, Rittern und Samurai auf mittelalterlichen Schlachtfeldern möglich machen wollte. Ein starkes Konzept, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat.